Sektion Natürliche Fertilität www.sektion-natuerliche-fertilitaet.de

Die „Sektion Natürliche Fertilität" (SNF) ist eine Arbeitsgruppe in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin e. V. (DGGEF).

Die „Sektion Natürliche Fertilität" hat als Ziel die Förderung von Wissenschaft, Forschung, Weiterbildung und Qualitätssicherung auf dem Gebiet der natürlichen Fertilität sowie die Verbreitung des Wissens um die Natürliche Fertilität in der Bevölkerung.

Sie koordiniert und stimuliert deshalb Forschungsprojekte, welche die Aufgabe haben, die wissenschaftliche Qualität von Angeboten im Bereich der Natürlichen Fertilität bzw. Natürlichen Familienplanung (NFP) zu überprüfen und zu bewerten. Dazu müssen die zugrunde liegenden Regelwerke der untersuchten Vorgehensweisen kontinuierlich auf ihre Validität überprüft und ggf. statistisch untermauerte Änderungsvorschläge gemacht werden, um eine zeitgemäße, evidenzbasierte Methode zu erhalten.

Sie beschäftigt sich dabei mit allen Fragen, die den natürlichen Zyklus der Frau, den Umgang mit der natürlichen Fruchtbarkeit, die Familienplanung ohne Einsatz künstlicher Mittel, neue Entwicklungen zur Beobachtung des Zyklus (Zykluscomputer) und Softwareprogramme zu Zyklusbeobachtung und Zykluskontrolle betreffen,
ohne den Einsatz spezieller reproduktionstechnischer Maßnahmen. Insbesondere befasst sie sich mit den körperlichen Erscheinungen und diagnostischen Kriterien des weiblichen Zyklus in den verschiedenen Lebensphasen und untersucht, wie und mit welchen Methoden diese Selbstbeobachtungen zur Verhütung, bei Kinderwunsch und für die Diagnostik von Zyklusstörungen behilflich sein können.

Sie will eine Plattform sein, die den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den auf diesem Gebiet forschenden nationalen und internationalen Institutionen fördert und sicherstellt, dass die dort wissenschaftlich abgesicherten Ergebnisse der NFP hinsichtlich Effektivität, Akzeptanz und Lebensqualität unter anderem durch ärztliche Fachkreise, Politik und Bildungseinrichtungen der Bevölkerung zur Kenntnis gebracht und verbreitet werden können. Eingeladen zur Mitarbeit sind an den Fragen der Natürlichen Fertilität interessierte Einzelpersonen oder Forschungsgruppen. Die Sektion kommuniziert weltweit mit Gruppen, die sich wissenschaftlich mit derartigen Fragen beschäftigen.
Die Sektion ist aus der seit 1984 bestehenden wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Natürliche Familienplanung hervorgegangen. Diese hat zunächst ein Modellprojekt zur NFP des Bundesgesundheitsministeriums von 1984 bis 1990 begleitet, das anschließend in der Arbeitsgruppe NFP bei den Malteser-Werken in Köln seine Fortsetzung fand.

Zum Vorstand der Sektion gehören derzeit:
Dr. med. S. Baur/ München, Dr.
med. P. Frank-Herrmann/ Heidelberg (Geschäftsführung), Prof. Dr. med. G. Freundl/ Düsseldorf (Sprecher), Priv.Doz. Dr. med. C. Gnoth/Köln und Prof. Dr. med. T. Strowitzki/ Heidelberg.

Die Sektion kooperiert mit dem NFP-Zentrum an der Universität Heidelberg, das die über fast 25 Jahre an der Universität Düsseldorf entwickelte Zyklusdatenbank fortführt und betreut.

Außerdem kooperiert die Sektion mit der
Arbeitsgruppe NFP/ Köln (http://www.nfp-online.de/), die für die Sicherung des NFP Angebotes (NFP-Berater-Ausbildung, Qualitätssicherung, Bereitstellung von Materialien für NFP-Interessenten und -Anwender) in Deutschland verantwortlich ist. Das Angebot der Arbeitsgruppe NFP firmiert unter der Trade Mark Sensiplan (www.sensiplan-international.de).


Leitlinien für die ärztliche Praxis

Aktuell wurden die S1-Leitlinie zur Kontrazeption durch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin e.V. überarbeitet.
Die Sektion Natürliche Fertilität bearbeitete dabei das Kapitel zu den Natürlichen Methoden:
Empfängnisverhütung bei der Frau, in: T. Rabe (Hrsg.) Seminar in Gynäkologischer Endokrinologie – Ein Praxisleitfaden, 2012, Heidelberg

Weiterführende Literatur:
www.sektion-natuerliche-fertilitaet.de

Siehe auch

Stellungnahme der Sektion Natürliche Fertilität der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF) zur Beurteilung der Methoden- und Gebrauchssicherheit von Familienplanungsmethoden, inkl. Software-Entwicklungen in der Familienplanung
(Stand: 07.06.2011)